Susanne Wieseler: Der Taxi-Vorfall und ihr Leben zwischen WDR, Familie und Öffentlichkeit
- September 28, 2026
- by
- Karl Hoffmann
Susanne Wieseler gehört seit Jahren zu den bekannten Gesichtern des WDR. Seit 1999 moderiert sie die „Aktuelle Stunde“ und ist auch im September 2026 weiterhin regelmäßig im Programm zu sehen. Ihr Lebensmittelpunkt liegt in Köln, während sie für ihre Arbeit nach Düsseldorf pendelt.
Privat hält die Journalistin vieles aus der Öffentlichkeit heraus. Bekannt ist jedoch, dass sie verheiratet ist und zwei Kinder hat. Für Aufmerksamkeit sorgte 2023 ein Vorfall während einer Taxifahrt in Köln: Wieseler berichtete damals, sie sei von einem Taxifahrer „übel bedrängelt und bedroht“ worden. Das Unternehmen entschuldigte sich anschließend bei ihr.
Der Taxi-Vorfall: Als Wieseler selbst zur Nachricht wurde
Susanne Wieseler arbeitet normalerweise auf der anderen Seite der Kamera. Im März 2023 geriet sie jedoch selbst in die Schlagzeilen, nachdem sie von einem Vorfall während einer Taxifahrt in Köln berichtete.
Nach ihrer Darstellung habe sie sich während der Fahrt von dem Fahrer bedrängt und bedroht gefühlt. Der Fall wurde unter anderem von 24RHEIN aufgegriffen. Das Taxi-Unternehmen reagierte später mit einer Entschuldigung.
„ÜBEL BEDRÄNGELT UND BEDROHT“
Mit dieser Formulierung wurde der Vorfall in der Berichterstattung über Wieseler zusammengefasst. Entscheidend ist dabei: Die Darstellung stammt von Wieseler beziehungsweise der damaligen Berichterstattung über ihre Schilderung. Eine unabhängige vollständige Rekonstruktion des Geschehens liegt öffentlich nicht vor.
Der Vorfall zeigt zugleich eine Besonderheit ihrer öffentlichen Rolle. Wieseler ist seit Jahrzehnten damit beschäftigt, über Menschen und ihre Erlebnisse zu berichten. In diesem Fall wurde sie selbst zur Person, über deren Erlebnis berichtet wurde.
Susanne Wieseler: Bergmannstochter aus Essen
Wieseler wurde 1969 in Essen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Ihre Herkunft beschreibt sie selbst als wichtigen Teil ihrer Biografie.
Auf ihrer offiziellen Website bezeichnet sie sich als „echtes Grubenpony“. Ihr Vater und ihr Bruder hätten noch auf der Zeche gearbeitet. Außerdem schreibt sie, dass sie 21 Jahre in Essen verbracht habe und dort mit ihren älteren Geschwistern aufgewachsen sei.
„ICH BIN EIN ECHTES ‚GRUBENPONY‘, MEIN VATER UND MEIN BRUDER WAREN NOCH RICHTIG AUF ZECHE.“
Die Aussage stammt aus ihrer offiziellen Biografie. Sie macht deutlich, dass Wieseler ihre Herkunft nicht als nebensächliches Detail betrachtet, sondern als Teil ihrer persönlichen Geschichte.
Nach dem Abitur studierte sie in Dortmund Journalistik und zusätzlich Volkswirtschaftslehre. Bereits während dieser Zeit arbeitete sie journalistisch und sammelte erste Erfahrungen bei Zeitungen und beim Radio.
Vom Radio zum ZDF und schließlich zum WDR
Ihre journalistische Laufbahn begann klassisch bei der Zeitung. In ihrer offiziellen Biografie nennt Wieseler erste Reportagen für die Westfalenpost Schwelm und die NRZ Oberhausen.
Danach folgte ein Volontariat bei der Deutschen Welle. Sie arbeitete als Reporterin und Moderatorin und wechselte später zum WDR-Studio Köln. Zusätzlich war sie zeitweise für die Deutsche Presse-Agentur tätig.
Der Schritt ins Fernsehen kam beim ZDF. Mit Anfang 20 wurde sie Moderatorin der Sendung „Doppelpunkt“. Nach dieser Zeit arbeitete sie beim ZDF unter anderem in der Innenpolitik und war an Wahlsendungen, „ZDF spezial“ und „Was nun, …?“ beteiligt.
Parallel blieb der WDR ein wichtiger Bestandteil ihrer Karriere. Nach der „Lokalzeit aus Köln“ übernahm sie 1999 die Moderation der „Aktuellen Stunde“.
Diese Sendung ist bis heute eng mit ihrem Namen verbunden. Auch aktuelle WDR-Programmvorschauen aus September 2026 führen Wieseler weiterhin als Moderatorin auf.
Ehe, Ehemann und Kinder: Was tatsächlich bekannt ist
Auch wenn im Internet häufig nach „Susanne Wieseler Ehemann“ gesucht wird, sind ihre privaten Angaben vergleichsweise überschaubar.
Ihre offizielle Biografie bestätigt, dass sie verheiratet ist. Sie berichtet dort außerdem von zwei Kindern: ihrer Tochter Margo und ihrem Sohn Karlo. Karlo wurde laut ihrer eigenen Darstellung drei Jahre nach Margo geboren.
Über ihren Mann schreibt Wieseler, dass auch er Filme macht. Beide konnten demnach sogar beruflich zusammenarbeiten. Bei „Wieselers Reisen“ standen zeitweise alle vier Familienmitglieder gemeinsam vor der Kamera.
Einen interessanten Einblick in ihre Hochzeit gibt Wieseler selbst. In ihrer Biografie schreibt sie, dass sie während einer ihrer ersten Moderationswochen geheiratet habe.
„IN EINER MEINER ERSTEN MODERATIONSWOCHE HABE ICH GEHEIRATET, HIESS AM MONTAG NOCH SUSANNE HERWIG UND WAR AM DIENSTAG DANN SCHON FRAU WIESELER.“
Damit ist auch ihr Geburtsname öffentlich dokumentiert: Susanne Herwig. Über ihren Ehemann selbst gibt es dagegen deutlich weniger belastbare Informationen. Ältere Medienberichte nennen den Namen Michael, während die aktuellen offiziellen Biografien vor allem von „meinem Mann“ sprechen. Deshalb sollte dieser Name nicht als aktuelle, offiziell bestätigte Angabe behandelt werden.
Das Familienleben wurde sogar zum Thema eines Buches
Familie spielt in Wieselers Biografie nicht nur privat eine Rolle. 2006 veröffentlichte sie das Buch „Einfach Kinder kriegen. Wie Familie glücklich macht.“ beim Ullstein Verlag. Die Ausgabe erschien 2006 und umfasst 176 Seiten.
In einem Interview mit der WELT, das am 1. April 2007 veröffentlicht wurde, sprach Wieseler ausführlich über ihre Erfahrungen als Mutter. Damals waren ihre Tochter Margo sechs und ihr Sohn Karlo drei Jahre alt.
„DAS BESTE, WAS ICH JE GEMACHT HABE, DAS SIND MEINE KINDER.“
Die Aussage wurde von der WELT Wieseler zugeschrieben. Im gleichen Gespräch erklärte sie, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann zunächst selbst lange über die Kinderfrage nachgedacht habe.
Das Thema Familie zieht sich damit durch mehrere Stationen ihres Lebens. Sie produzierte beruflich Reportagen über Paare mit Kinderwunsch, wurde später selbst Mutter und schrieb schließlich ein Buch über die Vereinbarkeit von Familie und Leben.
Was über Susanne Wieseler öffentlich nicht bekannt ist
Trotz ihrer langen Fernsehkarriere ist Susanne Wieseler keine Moderatorin, die ihr gesamtes Privatleben öffentlich ausbreitet.
Gesichert sind ihr Geburtsjahr 1969, ihre Herkunft aus Essen, ihre journalistische Ausbildung, ihre Karriere beim ZDF und WDR sowie ihre Ehe und zwei Kinder. Ihr aktueller Wohnort wird vom WDR mit Köln angegeben.
Weniger eindeutig sind dagegen zahlreiche Angaben, die auf Boulevard- und Biografie-Seiten kursieren. Dazu gehören etwa detaillierte Behauptungen über ihr Privatvermögen, vermeintliche Krankheiten oder angebliche Eheprobleme.
Für solche Behauptungen liefern die offiziellen Quellen keine belastbare Grundlage. Auch eine aktuelle Trennung oder Scheidung ist in den geprüften seriösen Quellen nicht dokumentiert.
Das ist gerade bei einer bekannten Moderatorin relevant. Nicht jede häufig gesuchte Information ist automatisch eine bestätigte Tatsache. Bei Wieseler lässt sich vielmehr feststellen, dass sie ihr Familienleben bewusst nur in ausgewählten Bereichen öffentlich macht.
Susanne Wieseler heute: Weiter bei der „Aktuellen Stunde“
Im Jahr 2026 ist Susanne Wieseler weiterhin beim WDR aktiv. Die aktuellen Programmangaben des Senders nennen sie als Moderatorin der „Aktuellen Stunde“, unter anderem am 16., 23. und 26. September 2026.
Neben der Fernsehmoderation arbeitet sie als Medientrainerin. Auf ihrer eigenen Website beschreibt sie Trainings für Führungskräfte, Journalisten und Menschen, die vor Kamera oder Publikum auftreten. Auch für die Deutsche Welle Akademie ist sie als Moderations- und Medientrainerin tätig.
Privat nennt sie in ihrer Biografie einen Alltag, der deutlich weniger spektakulär klingt als ihr Berufsleben: Zeit mit der Familie, Spaziergänge mit dem Hund, Gartenarbeit, Nähen und Reisen. Im Winter geht es laut ihrer eigenen Darstellung gerne zum Skifahren nach Österreich.
Der dokumentierte Taxi-Vorfall von 2023 bleibt damit eine der wenigen Situationen, in denen ihr Privatleben beziehungsweise ein persönliches Erlebnis öffentlich größere Aufmerksamkeit bekam. Ansonsten steht bei Susanne Wieseler vor allem ihre jahrzehntelange journalistische Arbeit im Mittelpunkt – und daran hat sich auch 2026 nichts geändert.
Aktuelle Blogbeiträge: Marcel Neuer, Meriel Hinsching, Carola Clüsener, Bruno Berkel, Olli Maier, Peter Schmidinger





